Doppelvererber INDIGO

Doppelvererber Indigo - Vornholt Hengste
  • Baden-Würtemberg, *1977, 170 cm Stm.
  • Zugelassen für: DSP
  • WFFS - Test:
  • TG- Sperma
  • Decktaxe:
Abstammungstafel Indigo
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Der Württemberger Elitehengst Indigo: Ein Fundament aus Trakehner Adel und Holsteiner Springgewalt

Für Pferdezüchter, die sich mit der Historie und den Leistungslinien der süddeutschen Warmblutzucht befassen, ist der Name Indigo (geboren 1977) ein fester Begriff. Als bedeutender Beschäler des Zuchtverbandes Baden-Württemberg verkörpert dieser braune Hengst (Stockmaß 1,70 m) par excellence den Typ des doppelveranlagten, robusten und charakterstarken Leistungsträgers. Er wirkte in einer Ära, in der das Fundament für das moderne, athletische Sportpferd von heute gegossen wurde. Indigo bewies seine eigene Vielseitigkeit und Leistungsbereitschaft im Turniersport mit Erfolgen im Springen bis zur Klasse M sowie Platzierungen in Dressurprüfungen.


Das Pedigree: Gezielte Leistungsanpaarung zweier Zuchtwelten

Indigos Abstammung basiert auf der erfolgreichen Kombination aus edlem Trakehner Blut auf der Vaterseite und sprunggewaltiger Holsteiner Genetik auf der Mutterseite. Diese gezielte Synthese brachte genau die Härte, Rittigkeit und Knochenstärke hervor, die Züchter damals wie heute schätzen.


Vaterlinie: Edles Trakehner-Blut über Ingo

  • Vater: Ingo (Trakehner, geb. 1969)
    Indigos Vater Ingo war ein tief im Typ stehender Trakehner Hengst, abstammend von dem bedeutenden Vererber Tornado I (aus der Anteil) und der Komet-Tochter Ikone. Über die Ingo-Linie erhielt Indigo den typischen Adel, die sprichwörtliche Härte, Ausdauer und die feinen Reitpferdepoints, die für die Veredelung der Landpferdezucht unerlässlich waren.


Mutterlinie: Holsteiner Leistungsträger über Katja

  • Mutter: Katja (Holsteiner, geb. 1963)
    Mütterlicherseits ist Indigo über die Holsteiner Stute Katja abgesichert.
  • Muttervater: Kadett (Holsteiner)
    Katja stammt ab vom bekannten Holsteiner Hengst Kadett. Diese Anpaarung brachte die charakteristische Holsteiner Springgewalt, ein starkes, korrektes Fundament und eine rahmige Konstruktion in das Erbgut ein.

Durch diese Blutmischung vereinte Indigo das Beste aus zwei Welten: die Rittigkeit und Eleganz der Trakehner gepaart mit dem gewaltigen Springvermögen der Holsteiner Linien.


Vererbung und Nachkommen: Nachhaltiger Einfluss auf Zucht und Sport

Als Vererber genoss Indigo in Baden-Württemberg den Status eines Elitehengstes. Seine Nachkommen zeichneten sich durch eine ausgeprägte Doppelveranlagung, Nervenstärke und eine extrem hohe Leistungsbereitschaft im ländlichen sowie im gehobenen Turniersport aus.


Der Hauptvererber: Iberio (Charlottenhof's Iberio)

Der züchterisch und sportlich wohl bedeutendste direkte Nachkomme von Indigo ist der 1991 geborene, gekörte Württemberger Hengst Iberio (gezogen aus der Coco Chanell von Caletto I).

  • Züchterischer Erfolg: Iberio führt das sportliche Erbe seines Vaters auf internationalem Niveau fort. Seine Anpaarung an die absolute Holsteiner Leistungsspitze (Caletto I / Cor de la Bryère) gilt als züchterisches Meisterstück.
  • Genetischer Einfluss: Über Iberio und dessen Nachkommen hat sich das wertvolle Indigo-Blut fest in den Leistungslinien etabliert und wirkt bis in die heutige Sportpferdegenerationsfolge nach. Neben Iberio brachte Indigo auch weitere sporterfolgreiche Voll- und Halbgeschwister (wie die M-erfolgreiche Springstute Iberia CH) sowie den Hengst Iberio II.


Sportpferde für Viereck und Parcours

Neben seinen gekörten Söhnen hinterließ Indigo eine große Anzahl an eingetragenen Sportpferden und Zuchtstuten. Seine Töchter wurden in den baden-württembergischen Zuchtbüchern hoch bewertet und gaben die typische Doppelveranlagung sowie das korrekte, haltbare Fundament an ihre Fohlen weiter. Im Turniersport waren Indigo-Nachkommen über Jahre hinweg verlässliche Schleifensammler in mittelschweren und schweren Klassen des Spring- und Dressursports.


Fazit für Züchter

Indigo steht exemplarisch für das klassische Erfolgsrezept der deutschen Warmblutzucht des späten 20. Jahrhunderts. Für die Stammtafel-Recherche ist er ein wertvoller Ankerpunkt: Er brachte die genetische Härte und Vielseitigkeit in die Linien, die in der modernen Zucht oft zugunsten von reinen "Show-Attributen" verloren gehen. Wer Indigo oder seinen Sohn Iberio im hinteren Bereich des Pedigrees führt, besitzt ein solides Fundament an bewährter deutscher Leistungsgenetik.